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die Blumenfreunde Kißlegg fahren nach Berlin!
 
Reisebericht von Petra
 

In der Zeit vom 29.August bis zum 03.September 2017 besuchten die Garten- und Blumenfreunde Kißlegg die Bundeshauptstadt Berlin. In schneller und sicherer Fahrt lenkte Oli Strasser seinen vollbesetzten Bus entlang der A7 weiter zur A6 über Nürnberg auf die A9, bis wir die Abfahrt Niemegk erreichten, und übers Land nach Luckenwalde kamen. Hier wurden wir  im Märkischen Hof herzlich willkommen geheißen. Luckenwalde liegt ca. 50 km südlich von Berlin und war für unsere Ausflüge, welche die nächsten Tage anstanden, ein Zentraler Ausgangspunkt.  Luckenwalde selber ist Kreisstadt und wichtige Behördenstadt in der Neuzeit. In der Vergangenheit war die Stadt von Tuchmachern und Hutfabrikaten geprägt. Der Pappteller z.B., wie er heute noch verwendet wird, wurde von Herman Henschel, einem Sohn der Stadt, erfunden und auch patentiert. Der Feuerlöscher, erfunden von Otto Hermann Koebe, steht heute noch in Bezug mit der Stadt Luckenwalde. Die  Internationale Garten Ausstellung, kurz IGA in Berlin wurde am ersten Tag besichtigt. Unter dem Motto Ein MEHR aus Farben greift sie die Vielfalt und faszinierenden Gegensätze der Metropole Berlin auf, überrascht mit modernen Ideen und setzt neue Impulse für zeitgemäße Gartenausstellungen. Mit der Seilbahn konnte man in bis zu 30 m Höhe und bei einer Länge von 1,5 km den Blick über das Ausstellunggelände sowie die markanten Hochhaussilhouette von Marzahn-Hellersdorf schweifen lassen. Der Wolkenhain, dem höchsten Aussichtspunkt in 130 m Höhe, gab erneut einen Ausblick über das Panorama der gesamten Metropole. Ein weltumfassender Blumenfächer wurde uns in den Gärten der Welt dargeboten. Vom Dahliengarten über den Rhododendronhain  bis hin zum Koreanischen Garten, um nur einen Teil zu nennen, wurden die verschiedenen Akzente gesetzt. Ein sonniger Tag voller Blumen und neuen Gestaltungsmöglichkeiten für den Garten neigte sich dem Ende. Am zweiten Tag besuchten wir erneut Berlin, hier erwartete uns geballte Historie. Unser erstes Ziel an diesem Tag der Bundestag. Mit einem hohen Sicherheitsaufgebot wurden wir in das Reichstagsgebäude geführt, um dort im Zuschauerraum des Sitzungssaales von einem Politikwissenschaftler in die Politik eingeführt zu werden. Anhand der vielen Fragen, welche hier gestellt wurden, erfuhren wir sehr viel über den Ablauf vor, im und hinter den Kulissen des Bundestages. Zum Beispiel, dass schon die Stuhllehnenhöhe über den Stand des Politikers Aussage gibt. Im Anschluss daran empfing uns Herr Gerster, Bundestagsabgeordneter aus Biberach. Er erläuterte uns nochmals seine Aufgaben und sein Bestreben die Anliegen des Ländles in Berlin zu vertreten. Gemeinsam stiegen wir auf die Dachterrasse des Bundestages. Danach konnte jeder in seinem Tempo, die Kuppel des Reichstagsgebäudes erklimmen. Hierbei wurde über einen  Knopf im Ohr der Rundumblick über Berlin mit all seinen Sehenswürdigkeiten erklärt. Mit dem Bus ging es dann weiter durch die Stadt. Vorbei an der Siegessäule, über die Straße des 17.Juni, dem Check-Point-Charlie und natürlich am KaDeWe bis hin in das Botschafts- und Villenviertel führte unsere Reise. Ein Teil der Mauer, welcher als Mahnmal der Teilung von Ost und West erhalten blieb, sowie der Neue Potsdamer Platz, welcher 1953 Mittelpunkt des Aufstandes war, wurde besichtigt. Heute wird dort unter anderem die Berlinale ausgestrahlt.  Am Nachmittag wurde der Tag mit einer Fahrt auf der Spree abgerundet. Durch einsetzenden Regen musste ein Teil der Fahrt unter Deck angetreten werden. Dieser ließ auf halber Strecke nach und so konnte dann doch noch das Parlamentsviertel mit all seinen imposanten Gebäuden am Oberdeck in Augenschein genommen werden. Der Spreewald mit all seinen Reizen lockte uns am 3. Tag.  Entlang der vielen Baumalleen führte uns der Weg nach Lübben.  Mit einem Stocherkahn fuhren wir durch das Labyrinth der vielen Flüsse und künstlich angelegten Kanälen, welche eine Gesamtlänge von 970 km haben. Im Gasthof Hirschwinkel wurden wir mit typischen Spreewaldspezialitäten verwöhnt. So stand z.B. für manchen  Pellkartoffeln mit Kräuterquark, Lausitzer Leinöl, zusätzlich ein Schälchen Gurkensalat auf der Menükarte. Bei der Rückfahrt machte einsetzender Regen die Reise zu einem feuchten Erlebnis. Am Nachmittag führte die Reise nach Burg, in den historischen Bahnhof, welcher seit seiner Stilllegung im Jahr 1970 als Gastronomie genutzt wird. Mit alter preußischer Manier wurden wir begrüßt und es wurde uns selbstgemachter Kuchen und Kaffee gereicht. Das Gebäude ist mit altem Inventar und vor allem mit alten Reklameschildern bestückt. Potsdam, die ehemalige Residenzstadt der Preußenkönige mit seinen historischen Bauten, lockte uns am 4. Tag an. Unweit der Innenstadt Potsdams thront im wunderschönen Park Sanssouci auf dem terrassierten Weinberg das Schloss ohne Sorge . Es war der Lieblingsort von Friedrich dem Großen. Es diente ihm als Sommerresidenz und Lustschloss, in dem er vor allem sein Privatleben genießen wollte. Schloss und Park von Sanssouci, oft als preußisches Versailles bezeichnet, beeindrucken durch ein herausragendes Beispiel von Architekturschöpfungen und Landschaftsgestaltungen. Das Chinesische Teehaus in Mitten des Parks ist ein Juwel des Rokoko am Rande der barocken Gartenanlagen. Der grüne Pavillon mit seinen verschwenderisch vergoldeten Figuren wurde nach Skizzen Friedrichs II. errichtet. Um Säulen, die Palmen darstellen, gruppieren sich sehr fröhlich wirkende, lebensgroße Chinesen. Auf der Dachlaterne sitzt ein Mandarin mit Sonnenschirm. Seit 1873 ist Sanssouci nicht mehr bewohnt worden. Mit einem kurzen Aufenthalt im Zentrum der Stadt konnte die Einkaufsstraße in der Altstadt sowie das Holländer Viertel und der Bassinplatz, mit dem Brandenburger Tor, am Luisenplatz besichtigt werden. Der Tag wurde mit einer Fahrt auf der Havel abgerundet. Vorbei am Park Babbelsberg mit seinem Schloss und der Sacrower Heilandskirche gelangt hinter einer Landspitze bereits das märchenhafte Schloss der Pfaueninsel ins Blickfeld. Die Fahrt führt weiter am Schloss Cecilienhof vorbei, in dem mit der Unterzeichnung des Potsdamer Abkommen im Sommer 1945 Geschichte geschrieben wurde. Geprägt von sehr viel Geschichte und auch von einem sehr pulsierenden Berlin setzten wir am Sonntag unsere Heimreise an. Das Fazit aller Reisenden am Ende lautete: Berlin ist eine Reise wert!